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Das 1x1 der Prävention
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Das 1x1 der Prävention
von: Dr. Rainer Jund, Prof. Dr. med. Armin E. Heufelder
Riva Verlag, 2007
 
Format: PDF, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop Online-Lesen

ISBN: 9783868830385

Preis*:      24,90  

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Leseprobe

Schlaf (S. 224-226)

Wir verbringen ungefähr ein Drittel unseres Lebens im Schlaf. Er ist sehr wertvoll, und wichtige Erholungs- und Aufbauprozesse laufen im Schlaf ab. Bei vielen unserer körperlichen und geistigen Probleme kann es zu Schlafstörungen kommen. Bei Entzug eines gesunden Schlafes werden wir krank – ohne ihn können wir gar nicht leben. Schlafabhängige Störungen und Erkrankungen kosten Unsummen an Geld durch Unfallschäden, Ausfallzeiten, niedrige Produktivität und die Behandlungsfolgen von Schlafstörungen.

Volkskrankheit Schnarchen

Ein Großteil der Bevölkerung, rund zehn Millionen Deutsche, schnarchen. Meist fällt man dadurch auf, dass für die Partnerschaft die lautstarke Ruhestörung eine harte Bewährungsprobe ist.

Wodurch entsteht Schnarchen?

Im Bereich der oberen Luftwege entsteht das Schnarchgeräusch. Schauen Sie mal mit der Taschenlampe bei sich oder Ihrer Partner/in in den Mund: Sehen Sie das Zäpfchen und das Gaumensegel, an dem es hängt? Bei jedem Atemzug können Luftwirbel in den Atemwegen entstehen. Die Folge ist, dass Teile des Gewebes zu vibrieren beginnen und Geräusche ausbilden. Diese sind unterschiedlich, je nachdem, wo das Geräusch entsteht. Manche von uns schnarchen ununterbrochen und regelmäßig in jeder Stellung, andere schnarchen nur in bestimmten Positionen. An regelmäßige ruhige Schnarchgeräusche kann man sich gewöhnen, aber ein heftiges und unregelmäßiges Schnarchen stellt meist eine starke Belastung für den Bettnachbarn dar, insbesondere wenn Pausen auftreten.

Schnarchen wird verstärkt durch
3 Alkohol 3 Übergewicht 3 Alter 3 Medikamente

Und die Kinder?
Kinder schnarchen häufig: Das liegt daran, dass der kindliche Luftweg eng ist und jede weitere Verengung, beispielsweise durch Rachenmandeln (»Polypen«) oder Mandeln, eine zusätzliche Engstelle ist. In der überwiegenden Zahl der Fälle ist dies harmlos. Unruhige Schläfer aber, die tagsüber unausgeschlafen sind, Konzentrationsstörungen, morgendliche Kopfschmerzen und Mattigkeit haben, könnten ein ernsthaftes Problem besitzen, denn es gibt sogar Atemaussetzer bei Kindern.

Der Schlaf und seine Phasen

Unser Körper ruht zwar während des Schlafs, seine Körperfunktionen können jedoch nicht einfach abgeschaltet werden. Denn einige Organe arbeiten sogar aktiver als im Verlauf des Tages. Um solche Abläufe zu regulieren, laufen bestimmte Gehirnteile im Schlaf auf Hochtouren. Dementsprechend kann man insgesamt fünf Schlafphasen unterscheiden.

Der REM-Schlaf
REM heißt »Rapid Eye Movement« (Englisch), was »rasche Augenbewegung « bedeutet. Dies kommt daher, weil unter den geschlossenen Augenlidern starke Augenbewegungen auftreten. Im REM-Schlaf träumen wir, und unser Gehirn verarbeitet Erlebnisse, ordnet Informationen und speichert neue und löscht alte Lerninhalte. Deshalb ist der REM-Schlaf wichtig für unser Gedächtnis. Je jünger wir sind, desto mehr Zeit verbringen wir im REM-Schlaf. Werden wir aus dieser Schlafphase aufgeweckt, können wir uns meistens noch an Träume erinnern.

Der Non-REM-Schlaf
Vier Schlafstadien lassen sich hier untergliedern, in deren Verlauf der Schlaf immer tiefer wird. Im Stadium eins, der Einschlafphase, sind wir noch leicht zu wecken. Danach folgen das zweite Stadium und die Tiefschlafstadien drei und vier. Vor allem der Tiefschlaf scheint für die Erholung unseres Körpers von großer Bedeutung zu sein. Er .ndet vor allem in den ersten Stunden des Schlafs statt. Dabei werden die Phasen immer kürzer, bis sie in den frühen Morgenstunden ganz entfallen.

Nach einer bestimmten Schlafdauer nimmt die Schlaftiefe am frühen Morgen ab, was erklärt, warum wir morgens leichter aufwachen. Nur etwa 20 Prozent unserer gesamten Schlafdauer entfallen auf Tiefschlafstadien. Und seltsamerweise scheint dies unserem Körper zu genügen. In dieser Zeit werden Hormone ausgeschüttet, Steuerungsprozesse umgestellt und das Abwehrsystem regeneriert.



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