Q (S. 145-149)
Quanto-Optionsschein Währungsgesicherter Optionsschein zur Spekulation auf die Entwicklung eines Basisobjekts, das in einer Fremdwährung notiert wird. Am Beginn der Laufzeit wird ein bestimmtes Wechselkursniveau festgelegt, der Anleger ist so vor Währungsschwankungen gesichert. Der innere Wert des Optionsscheins am Ende der Laufzeit wird anhand des fixen Wechselkurses ermittelt. Da die Währungsabsicherung mit Kosten verbunden ist, sind Quanto-Optionsscheine teurer als vergleichbare, nicht währungsgesicherte Warrants.
Quanto-Zertifikat Bezeichnung für Zertifikate mit automatischer Währungsabsicherung. Veränderungen von Wechselkursen haben hier keine Auswirkungen für den Anleger. Quanto-Zertifikate sind vor allem in denjenigen Bereichen interessant, in denen der Weltmarktpreis in US-Dollar festgelegt wird, also im gesamten Rohstoffsektor, insbesondere bei Gold und anderen Metallen. Bei nicht währungsgesicherten Zertifikaten kann es dem Anleger passieren, dass er von einer massiven Preissteigerung des Underlying nicht profitiert, weil gleichzeitig der US-Dollar gegenüber dem Euro an Wert verliert.
Quartal Zeitraum von drei Monaten. Quartalsbericht Zwischenbericht über die Umsatz- und Gewinnentwicklung eines Unternehmens in den drei zurückliegenden Monaten des Geschäftsjahrs.
Quartalsdividende Im Gegensatz zu Deutschland erfolgt die Dividendenausschüttung in den USA nicht einmal jährlich für das gesamte Geschäftsjahr, sondern in der Regel viermal jährlich für das jeweils abgeschlossene Quartal.
Quattro-Optionsschein Optionsschein-Variante mit vier verschiedenen Basisobjekten, in der Regel Aktien. Für jedes Basisobjekt ist dabei eine eigene Kursbandbreite (Range) festgelegt. Fällt eines der Basisobjekte aus seiner jeweiligen Range heraus, so verfällt es, wovon die anderen Basisobjekte jedoch nicht betroffen sind. Wenn alle vier Basisobjekte ihre Range verlassen, verfällt der Quattro-Optionsschein wertlos.
R Rallye Gängige Bezeichnung für eine schnelle und kräftige Aufwärtsbewegung an der Börse.
Random-Walk-Hypothese Auf der Theorie des effizienten Markts beruhendes Erklärungsmodell der Kursentwicklung von Wertpapieren. Die Hypothese besagt, vereinfacht ausgedrückt, dass aus der Beobachtung und Interpretation von Kursverläufen der Vergangenheit keinerlei Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung gezogen werden können, denn in die jeweils letzte Kursfeststellung sind alle verfügbaren relevanten Informationen eingeflossen. Der jeweils letzte Kurs ist daher die bestmögliche Schätzung aller künftigen Kurse. Nach der Random-Walk-Hypothese ist folglich die technische Wertpapieranalyse ohne jegliche prognostische Relevanz. Strenggenommen sind nach dieser Hypothese allerdings auch mit den Mitteln der Fundamentalanalyse keine sinnvollen Prognosen über künftige Kursentwicklungen möglich.
Range-Trading In der Regel kurzfristig orientierter Trading-Ansatz, bei dem man versucht, die erwartete Schwankungsbreite einer Kursbewegung (Range) auszunutzen. Dabei wird jeweils verkauft, wenn der Kurs am oberen Ende der Schwankungsbreite angekommen ist, und am unteren Ende wird gekauft.
Range Warrants Bandbreiten-Optionsscheine.
Rating Beurteilung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners (Bonität) durch so genannte Rating-Agenturen anhand bestimmter Kriterien wie Verschuldungssituation, Länderrisiko etc. Die Rating-Skalen der international angesehensten Agenturen Moody’s und Standard &, Poor’ reichen von AAA beziehungsweise Aaa (höchste Bonitätsstufe, faktisch mündelsicher ) bis D (Schuldner in Zahlungsschwierigkeiten, Rückzahlung bereits notleidend).
Realisierung, Realisation Glattstellung eines Wertpapierengagements zur Sicherstellung von Gewinnen beziehungsweise zur Begrenzung von Kursverlusten. Reallokation Regelmäßige Überarbeitung und gegebenenfalls Neuzusammensetzung eines Basket oder eines Index anhand festgelegter Kriterien. So werden zum Beispiel die deutschen DAX-Indizes regelmäßig anhand der Marktkapitalisierung und der Höhe der Börsenumsätze reallokiert. |