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Erfolgreicher traden mit Poker-Know-How!
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Erfolgreicher traden mit Poker-Know-How!
von: Georg Müller, Thorsten Cmiel
FinanzBuch Verlag, 2008
 
Format: PDF, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop Online-Lesen

ISBN: 9783898795227

Preis*:      29,90  

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Kurzinformation

Etwas Psychologie für Trader (S. 167-169)

Der nun folgende Abschnitt wird vermutlich für manchen Leser keine leicht verdauliche Kost sein. Wir halten es dennoch für wichtig, Ihnen diese Inhalte nahezubringen, um Ihnen Anregungen für Verbesserungen Ihrer Leistungsfähigkeit zu geben. Dies gilt gleichermaßen für Ihr Pokerspiel wie für Ihr Trading. Mehr als Anregungen für Verbesserungsprozesse kann Ihnen ein Buch sicher nicht bieten. Wer steht in der Verantwortung, diese Anregungen in reale Verbesserungen umzusetzen? Sie selbst natürlich! Manche psychologischen Erkenntnisse sind im Kontext dieses Buches vereinfacht dargestellt und nicht in ihrer berechtigten vollen Diskussion. Wir sind der Überzeugung, dass die Inhalte dadurch nicht verfälscht, sondern besser nachvollziehbar geworden sind. Sind Sie an mehr Tiefe interessiert, dann .nden Sie einige weiterführende Quellen an passender Stelle genannt.

Warum Menschen sich so verhalten, wie sie es tun

Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen. Die Psychologie will menschliches Verhalten beschreiben, erklären und vorhersagen. Dazu existiert eine Reihe von Modellen, die sich mit den internen Wahrnehmungsprozessen, dem Erleben und dem Verhalten beschäftigen. Psychologen unterscheiden zwei Bereiche des Erlebens: Die Kognitionen und die Emotionen. Geht es bei der Kognition um die Denkprozesse und die Informationsverarbeitung von Menschen, so sind Emotionen96 psychophysiologische Prozesse, die zumeist durch die mentale Bewertung einer Situation oder eines Objektes ausgelöst werden. Kognitionen und Emotionen beein.ussen sich also wechselseitig und machen so das Erleben aus. Das Erleben wiederum beein.usst das Verhalten, womit Psychologen die beobachtbaren Handlungen eines Individuums meinen. Einige wichtige Fragen der Psychologie lauten: Wie und warum entwickeln sich unterschiedliche Persönlichkeiten von Menschen?

Welche Persönlichkeitseigenschaften beein.ussen wie das Verhalten? Wodurch werden das Erleben und damit das Verhalten beein.usst? Welche Erlebensprozesse laufen bewusst und welche unbewusst ab? Und bei therapeutischen Ansätzen interessiert: Wie kann das Erleben und Verhalten eines Menschen in seinem Sinne verändert (verbessert) werden? Übersetzt für das Trading lauten die dringendsten Fragen: Wie beein.usst meine Persönlichkeit mein Tradingergebnis? Warum ist ein Trader hyperaktiv, ein anderer kann den Abzug nicht drücken und einem Dritten macht seine Euphorie zu schaffen?

Warum ist Gier das Verhängnis des einen und Angst das Problem eines anderen? Warum wiederholen sich bestimmte Fehlermuster in der Tradingpraxis immer wieder? Und letztlich: Wie kann das Tradingergebnis nachhaltig verbessert werden? Bevor wir diesen für Trader wichtigen Fragen nachgehen, möchten wir einige Überlegungen anstellen, die ein besseres Verständnis der wirkenden Mechanismen ermöglichen. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf das in Fachkreisen anerkannte »Konsistenztheoretische Modell« von Klaus Grawe97. Das System Mensch ist durch die Evolution darauf ausgerichtet, zu überleben und seine Gene weiterzugeben. Um dies zu erreichen, müssen seine Grundbedürfnisse befriedigt werden. Damit sind zum einen die biologischen Grundbedürfnisse (Luft zum Atmen, Nahrung, Schlaf) des Menschen gemeint.

Zum anderen haben Menschen auch psychische Grundbedürfnisse, die befriedigt werden wollen: Orientierung und Kontrolle, Lustgewinn, Bindungsbedürfnis und Selbstwertschutz bzw. Selbstwerterhöhung. Die Natur hat Menschen so eingerichtet: Durch Signale wird auf einen Mangel an Bedürfnisbefriedigung hingewiesen. So kommt es zu Durst, Hunger oder Müdigkeit. Der Organismus folgt in der Regel diesen Signalen. Bei den psychischen Grundbedürfnissen ist es ähnlich. Hat ein Kleinkind das Bedürfnis nach Bindung, macht es sich bei seinen Bezugspersonen (Eltern) bemerkbar, um Nähe herzustellen.



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